Jedes neu gelernte französische oder englische Wort ist für Schülerinnen und Schüler kostbar. Ähnlich geht es auch den Bewohnerinnen und Bewohnern im «Land der grossen Wortfabrik» im Theaterstück FabrikaMo der Compagnie Ad’Oc. Wörter sind für sie ein wertvolles Gut. Denn diese werden in der Fabrik hergestellt und müssen für teures Geld gekauft werden. Die Leute müssen die Wörter schlucken, um sie aussprechen zu können. Kein Wunder also, dass die meisten nur wenig reden.

Wer arm ist, versucht ein paar Wörter im Ausverkauf oder gar im Müll zu ergattern. Und an stürmischen Abenden stellen sich Menschen ans Fenster, um mit einem Schmetterlingsnetz ein paar vorbeiwirbelnde Wörter einzufangen. Auch die Träumerin Philea, die in den Strassenwischer und Gaukler Sibo verliebt ist, sucht verzweifelt nach Wörtern, um dem Angebeteten ihre Liebe zu erklären.

Das Theaterstück nimmt ein Thema auf, mit dem auch Schülerinnen und Schüler im Fremdsprachenunterricht konfrontiert sind: Welches Vokabular ist wichtig, um etwas sagen zu können? Und wie drückt man sich aus, wenn die Wörter fehlen?

Die zweisprachige Freiburger Theatergruppe Ad’Oc beschäftigt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit dem Thema Sprache. Die Schauspielerinnen und Schauspieler verweben in den Stücken Deutsch und Französisch auf spielerische Weise, jonglieren mit Wörtern, um damit Geschichten zu erzählen. Das Bilderbuch La grande fabrique de mots von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo diente der Compagnie als Inspiration für FabrikaMo.

Das Theaterstück eignet sich für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse. Am 17. November 2017 gibt es in Theater bicubic in Romont um 10 und 14 Uhr zwei Schülervorstellungen und am 18. November um 17 Uhr findet eine öffentliche Vorstellung statt. Die Compagnie kann aber auch für Vorstellungen im Schulhaus gebucht werden. Es ist sinnvoll, wenn mehrere Klassen das Stück gemeinsam besuchen. FabrrikaMo dauert zirka 75 Minuten. Kosten nach Absprache.