Nicht nebeneinander, sondern miteinander
Die Didaktik der Mehrsprachigkeit geht von einem völlig neuen Grundsatz aus: Sprachen werden nicht mehr nebeneinander, sondern in Abhängigkeit voneinander gelehrt und gelernt. Deutsch, Französisch und Englisch werden nicht mehr isoliert unterrichtet. Vielmehr werden bei jeder Gelegenheit Verbindungen zwischen den Sprachen hergestellt. Damit lernen die Kinder gleichzeitig, über Sprache und Kultur nachzudenken und Zusammenhänge aufzudecken. Dies bedingt auch eine enge Zusammenarbeit der Lehrpersonen untereinander. Sie müssen wissen, was ihre Kollegin, ihr Kollege macht.
Und wie sieht das im Unterricht konkret aus? Die Kinder sollen viele Gelegenheiten zum Sprechen erhalten. Nicht möglichst korrekt, sondern möglichst oft und unbewertet. Die Themen im Unterricht sollen nah an der Realität der Kinder sein und ihren Interessen entsprechen. Lernschritte werden dokumentiert und gewürdigt. Und auch die Herkunftssprachen werden einbezogen.
Wir haben für Sie wichtige Dokumente zur Didaktik der Mehrsprachigkeit bereit gestellt, in Deutsch und Französisch. Der Lehrplan für Französisch und Englisch ist inzwischen in einer überarbeiteten Projektversion abgeschlossen und steht zum Download bereit.