Eine Pionierleistung in der Schweiz
Im Jahr 2006 beschlossen die Kantone BL, BE, BS, FR, SO und VS, die Vorgaben der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) zum Sprachenunterricht gemeinsam umzusetzen. Es sind die Kantone an der deutsch-französischen Sprachgrenze, welche die Nachbarsprache Französisch als Einstiegsfremdsprache in der 3. Klasse gewählt haben. Der Englischunterricht folgt in der 5. Klasse.
Das Projekt will aber nicht nur die Zeit fürs Sprachenlernen verlängern, sondern den Fremdsprachenunterricht grundlegend erneuern. Dafür braucht es neue Lehr- und Lernmaterialien, neue Lehrpläne und eine angepasste Stundentafel. Dies alles werden die sechs Kantone gemeinsam erarbeiten.
Gleichzeitig hält ein neues Verständnis des Sprachenlernens Einzug ins Klassenzimmer: Die verschiedenen Sprachen werden miteinander verknüpft. Die Kinder lernen Deutsch, Französisch und Englisch nicht mehr isoliert, sondern können in jeder Sprache vom Gelernten profitieren. Diese neue Didaktik wiederum hat Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, die in Zukunft Fremdsprachen unterrichten werden. Deshalb arbeiten die Projektkantone eng mit den betreffenden Pädagogischen Hochschulen zusammen.